Unterwegs auf den Kanaren
Wer in seinem Urlaub eine kanarische Insel erkunden möchte, der sollte eine Privatunterkunft reservieren und sich einen Mietwagen nehmen. In einem Hotel, womöglich beim All-Inclusive-Urlaub, fällt es schwer, sich loszueisen von dem Unterhaltungsangebot und den schönen Stränden. Wer jedoch privat unterkommt, der lernt von seiner Ferienwohnung Fuerteventura oder eine andere der Inseln sehr viel besser kennen. Es gibt relativ gute Verkehrsverbindungen auf Fuerteventura, denn zwischen den größeren Orten fahren regelmäßig Busse. Eine Taxifahrt ist mit rund 60 Cent/km noch bezahlbar und gerade abends sehr praktisch.
Am bequemsten ist es aber natürlich mit dem Mietwagen, den Autofahrer ab 21 Jahren leihen können, wenn sie ihren Führerschein mindestens ein Jahr lang besitzen. Auf den Autobahnen von Fuerteventura darf man nicht mehr als 120 km/h fahren und auf den Landstraßen höchstens 90 km/h. In den Orten gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Wer auf Lanzarote Urlaub macht, kann ebenfalls Busse als öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Abhängig von der Lage der Lanzarote Ferienwohnungen ist aber auch hier ein Mietwagen sinnvoll, denn die stündlich fahrenden Busse verkehren nur zwischen Arrecife, Puerto del Carmen und Costa Teguise, während die anderen Ortschaften der Insel nicht so gut erreichbar sind. Die Straßen auf Lanzarote sind größtenteils im guten Zustand, so dass man sie bedenkenlos mit dem Mietwagen befahren kann. Bei längeren Taxifahrten sollte man im Voraus einen Festpreis aushandeln. Dies gilt ebenfalls für Teneriffa. Wer in einem Teneriffa Ferienhaus wohnt und viel von der Insel sehen möchte, für den empfiehlt sich ein Mietwagen, allerdings gibt es gute Busverbindungen und auch organisierte Bustouren, die zu den Sehenswürdigkeiten führen.
Johannisbrotbaum – die wohltätige Wirkung des biblischen Baumes auf Mallorca
Der Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua) stammt ursprünglich aus dem sehr trockenheißen Klima der Arabischen Halbinsel und wurde wohl von den Mauren mit auf die Insel gebracht, die sich aber nie die Mühe machten, ihn zu kultivieren. Einmal auf der Insel, wuchs der Johannisbrotbaum nun wild und verbreitete sich überwiegend ohne Zutun des Menschen. Bis heute gibt es keine Johannisbrotbaumplantagen auf Mallorca. Entsprechend seiner Herkunft ist er am häufigsten im besonders warmtrockenen Inselinneren, fernab der feuchten Meerluft, anzutreffen.
So wächst er auch in besonders großer Zahl und üppiger Vielfalt im Raiguer, im Es Pla und im Westen Mallorcas rund um Paguera. Dort steht er oft locker zwischen oder nahe bei Mandel- und Olivenbäumen, mit denen er eine für die hiesige Kulturlandschaft so typische Baumtrilogie bildet. Sein bis zu zehn Meter hoher, breit ausladender Wuchs, vor allem aber die dunkelgrüne Farbe seiner immergrünen Blätter unterscheiden ihn schon von Weitem deutlich von den beiden anderen Kulturbäumen. Seine zahlreichen, in dichten großen Bündeln herabhängenden Früchte benötigen fast ein Jahr, um zu reifen. Im Winter noch grün, nehmen die 10 bis 25 cm langen Schoten im Verlauf von Frühjahr und Sommer eine immer intensivere schokobraune Farbe an. Die lederartige, feste Haut der Schoten, auch Karuben genannt, schützt das süßliche Fruchtfleisch, das zunächst weich, später sehr hart und lange haltbar ist. Sofort nach der Reife beginnt es zu gären und einen süßlich-schweren Parfümduft zu verströmen. Aus diesem Grund werden die essbaren Früchte im September, noch vor ihrer Ausreifung, geerntet. Ähnlich wie bei der traditionellen Mandel- und Olivenernte werden die Früchte mit Stöcken von den Ästen geschlagen. Etwa 15 bis 20 kleine, glänzend schwarze Samen enthält übrigens jede Karube.
Verbringen Sie Ihren Urlaub auf Mallorca und erleben Sie den Johannisbrotbaum in seiner vollen Pracht.